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Margrit Wyder
Kurzbiografie
Geburtsdatum: 30. April 1954
Berufslehre und -tätigkeit als Chemielaborantin
Matura: KME Zürich, 1975-1977
Studium Germanistik, Biologie und Alte Geschichte an der Universität Zürich
Promotionsthema “Goethes Naturmodell. Die Scala Naturae und ihre Transformationen"
Assistentin von Adolf Muschg am Collegium Helveticum der ETH Zürich
Heutige Tätigkeit: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Medizinhistorischen Institut und Museum der Universität Zürich, Ausstellungskuratorin
Welches war Ihr Traumberuf als Kind?
Archäologin.

Was haben Sie in der Schule für das Leben gelernt?
Sauber zu arbeiten.

Ihr grösstes schulisches Drama?
Ein frecher Aufsatz über die Lehrer in der Sekundarschule – er wurde nicht benotet.

Haben Sie als Schülerin gemogelt?
Ja, mit Spickzetteln.

Auf welche ausserschulische Leistung in Ihrer Jugend sind Sie noch heute stolz?
Die Besteigung der Margna (3159 m) im Oberengadin mit 14 Jahren.

Welche Ausbildung würden Sie nachholen, wenn Sie könnten?
Keine.

Wer hat Sie am meisten gefördert?
Für meinen jetzigen Beruf: Adolf Muschg. Er vertraute mir die Leitung meiner ersten Ausstellung an.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?
Vielseitigkeit und freie Zeiteinteilung.

Was würden Sie als Ihren grössten beruflichen Erfolg bezeichnen?
Die Ausstellung über "Medizin und Alpen". Sie wurde ab 2003 an fünf Orten gezeigt.

Ihr erstes Bewerbungsgespräch: Woran erinnern Sie sich noch?
Ich musste mich bei einem ETH-Professor für eine Laborstelle bewerben – war ganz schüchtern und beeindruckt.

Wie viele E-Mails beantworten Sie pro Woche?
Etwa zwanzig.

Wie viele Stunden arbeiten Sie pro Tag?
Zwei bis zwölf.

Wo können Sie am besten arbeiten?
Zuhause am Küchentisch.

In welchen Ländern waren Sie tätig?
Schweiz, Deutschland.

Auf welchem Gebiet haben Sie sich zuletzt weitergebildet?
In Museologie.

Wie hoch war Ihr erster Monatslohn?
Im ersten Lehrjahr etwa 250 Franken.

Welches sind Ihrer Ansicht nach die drei wichtigsten Gründe für Erfolg im Leben?
Talent, Fleiss, Glück.

Aus welchem Misserfolg haben Sie am meisten gelernt?
Meine ersten Ausstellungstexte waren viel zu lang. Der damalige Museumsleiter hat sie zum Glück rigoros gekürzt.

Welches sind die drei wichtigsten Tugenden eines Vorgesetzten?
Klarheit, Höflichkeit und die Fähigkeit zu loben.

Wer ist für Sie ein persönliches Vorbild?
Meine Schwester – sie packt alles unbeschwert und mit Energie an.

Welche Person ist für Sie ein berufliches Vorbild?
Alle Menschen, die sich an kleinen Museen mit viel Herzblut einsetzen.

Worüber ärgern Sie sich immer wieder?
Dass ich meine Leistungsfähigkeit überschätze und zuviele Projekte annehme.

Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten an Ihren Mitarbeitenden?
Zuverlässigkeit, Ausgeglichenheit, Engagement.

Wie stellen Sie Ihre persönliche Work-Life-Balance sicher?
Ich nehme mir immer wieder einen Tag frei – auch unter der Woche – und gehe wandern.

Welche Netzwerke nutzen Sie beruflich?
Kontakte zu Museumsmitarbeitern und Wissenschaftsjournalistinnen.

Welche persönliche Freiheit fehlt Ihnen?
Höchstens die, nicht aufs Geld schauen zu müssen.

Kommen Sie manchmal zu spät?
Früher oft – heute selten.

Ihre grösste Tugend?
Beharrlichkeit.

Ihr grösstes Laster?
Arbeiten auf morgen verschieben.

Ihr Lieblingsbuch?
Adalbert Stifters Erzählungen.

Ihr Lieblingsfilm?
Viscontis «Tod in Venedig».

Was kaufen Sie selber ein?
Alles.

Welches persönliche Ziel möchten Sie noch erreichen?
Meine Zeit besser nutzen.
Fragen aus dem NZZ executive
 
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